Die neue Ordnung - es beginnt

Kategorie: Denk-Anstoß Erstellt: Mittwoch, 15. Juli 2020

(von Olaf Francke)
Über den leicht verschwommen wahrgenommenen Begriff Neue Weltordnung ("New World Order") wurde viel geschrieben, diskutiert und lamentiert. Für viele ein diffuses Schreckgespenst, für manch anderen die Erlösung, wird ein solches Weltordnungsprinzip schon seit langer Zeit von verschiedenen Fraktionen angestrebt. Doch erstmals in der Geschichte der Menschheit scheint die Realisierung nah. Die Frage ist nur: Cui bono?

New World Order

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Um diesem Thema gerecht zu werden, müsste man im Grunde ein ganzes Buch schreiben, ein sehr dickes Buch (oder 3, wie Autor Simon Rothenstein [www.n-w-o.org]). Ein schon beinahe legendäres Buch über Weltordnungsbestrebungen verfasste der Autor E.R. Carmin mit seinem Wälzer "Das schwarze Reich", für das er eine beeindruckende Menge kohärenter Daten zusammensammelte und in dem er zu eher beunruhigenden Schlüssen kam, was die Zukunft unserer Gesellschaft angeht.

DER BLICK ZURÜCK

Im Grunde versuchten Menschen, seit sie des Umstandes gewahr wurden, dass es außerhalb ihrer eigenen Karsthöhle weiteres Leben gab, dieses zu beherrschen, also einer subjektiv empfundenen "Ordnung" zu unterwerfen. Das Aufkommen des ersten Gewerbes der Welt (nein, nicht das, was Sie jetzt denken!), nämlich der Tauschandel, schuf einen Bedarf nach Regulierung und Wertzubemessung. Die Wirtschaftsökonomie war geboren. Irgendwann in der Jungsteinzeit zu Beginn des Holozäns. Die ersten zaghaften Versuche, Handel zu treiben, waren im Grunde genommen streng libertärer Natur, den Preis einer Ware bestimmte ausschließlich der Markt über Angebot und Nachfrage.

Später dann, als den Menschen langweilig wurde, begannen sie, große Steine aufeinanderzustapeln und Kriege zu führen. Man ging also in das Nachbarland, verwüstete dort alles gründlich und schuf so die Grundlage für etwas, dass im NWO-Neusprech als "Restart" oder "Neustart" bezeichnet wird. Dazu später mehr.

In Zeiten, die sich zufällig mit denen der Religionsstiftungen decken, wurde etwas erfunden, das den Wertetransfer zu vereinfachen schien, nämlich die Währung. So wurde der Wert einer Sache oder Dienstleistung (ja, jetzt dürfen Sie "daran" denken) nicht länger nur in Kamelen, Kühen, Ziegen, Schafen oder Getreidescheffeln vergolten, sondern man erfand kleine, raumsparende Zahlungsmittel, die in einem bestimmten, mit der Zeit größer werdenden Raum gesellschaftlich anerkannt den Wert eines Handelsgutes darstellten. Erste Zahlungsmittel waren ebenfalls Güter, allerdings solche, die wesentlich seltener vorkamen als die gehandelten Güter, zum Beispiel Edelsteine oder seltene Metalle. So wurde der Goldstandard eingeführt, der verschwand aber auch wieder. Auch dazu später mehr.

So also kam es mit der Zeit, dass Macht nicht länger an körperliche Kraft und die Fähigkeit, Massen zu begeistern gebunden war, sondern an das Vermögen, Reichtümer zu horten. Geld und andere Zahlungsmittel wurden zum ultimativen Machtinstrument, denn wer genug Geld hatte, konnte sich Heere kaufen, um Kriege zu führen und seinen persönlichen Machtbereich ausdehnen. Die Reiche der Antike hielten sich große Berufsarmeen und beschäftigten zum Teil auch Söldnerheere, wenn der Bedarf akut wurde.

Durch diese Entwicklung wurde eine der unangenehmsten Seiten des menschlichen Charakters gefördert, nämlich die Gier. Was zu Höhlenzeiten noch eine nützliche Motivation bedeutete, auf die Jagd zu gehen oder Nahrung zu sammeln, wurde durch die Übertragung von Werten auf Gegenstände völlig entartet. Der Gott Mammon nahm seinen Platz im Pantheon ein, nicht selten stand er faktisch sogar über der Schöpfergottheit der jeweiligen Religion. Selbst Priester und vermeintliche Asketen vermochten nicht, sich der Gier nach Reichtum zu entziehen.

Geldwechsler

Die fiskalische und kultische Fixierung auf Geld und Gold nahm dermaßen Überhand, dass selbst die alten Mythen davon künden, ein Mann aus der Arbeiterklasse mit einem gewissen Sendungsbewusstsein habe den Vorhof des Tempels zu Jerusalem betreten und in einem Akt martialischer Ausübung gefühlten Hausrechts die dort ansässigen Händler und Kleinstbanker mit Gewalt an der Ausübung ihrer Geschäfte gehindert, und das wie man hört, sehr zum Unmut der tatsächlichen Hausherrern, die daraufhin beschlossen, den antikapitalistischen Aktivisten zu beseitigen. Offenbar war das damalige Kapital bereits in der Antike gegenüber der Militärmacht durchsetzungsstark, sodass der Prolet vor den Toren der Stadt hingerichtet wurde. Tja, so kann es gehen, wenn man einer Wirtschaftsmacht im Wege steht.

Das ist heute nicht viel anders. Hier sei nur kurz und am Rand erinnert an den italienischen Banker Roberto Calvi, seinerzeit Präsident der Banco Ambrosiano, mehrheitlich im Besitz des Vatikan, also der heutigen "Tempelherren". Calvi tätigte eine ganze Menge schmutziger Geschäfte mit dem Geld der Heiligen Römischen Mutterkirche, aber nachdem er androhte, sein Wissen zu veröffentlichen, fand man ihn erhängt unter der Blackfriars Bridge in London auf. Nicht im Jahr des Herrn 30 oder so, sondern 1982.

Wer sich für die Story interessiert: -> https://de.wikipedia.org/wiki/Roberto_Calvi

Was aus der Rückschau klar wird, ist der Umstand, dass eine fakturierte und valutierte Ordnung der Welt immer von Leuten ausgeht, deren Liquidität weit, weit über dem Durchschnitt liegt. Sie bestimmen, wer was tut, in welchem Umfang und in welche Richtung sich Dinge entwickeln. Wer diesen Plänen im Wege ist, der wird gekauft oder beseitigt. Regelmäßig werden bestimmte Mechanismen in Gang gesetzt, welche die Märkte defragmentieren, bereinigen und zur Neuformatierung vorbereiten.

DER BLICK INS HIER UND JETZT

Die sogenannte Neuzeit brachte uns Menschen die sogenannte industrielle Revolution, den Konsum als Selbstzweck, und die Obsoleszenz als Alleinstellungsmerkmal des Fortschritts. Ende des 19. Jahrhunderts schließlich wurden die Oligarchen des sogenannten "Geldadels" vollständig unabhängig von etablierten Herrscherhäusern, Nationalregierungen und den Bedürfnissen der Völker, über denen sie standen. Die USA als Einwanderungsland der unbegrenzten Möglichkeiten offerierten den Goldclans völlig neue Wege, Macht zu zentralisieren und dies auch noch als Fortschritt zu verkaufen (sic!). Und sie haben Spaß daran, dem Pöbel, mit dessen Zinsen und Steuern sie spielen, das sogar ins Gesicht zu sagen. Nur glaubt es kaum jemand, denn das wäre ja ungeheuerlich. Oder?

Mal ehrlich. Kennen Sie diesen Mann? Wissen Sie, wer das ist?

Otto Herman Kahn Monopoly Man

Das ist Otto Hermann Kahn. Nur die wenigsten Leute haben seinen Namen je gehört, dabei war er zu Lebzeiten einer der mächtigsten Männer der Welt. Oh nein, er war nicht Prädident der Vereinigten Staaten oder ein Verwandter des Deutschen Kaisers oder der Liebhaber von Queen Victoria. Der Mann war Kaufmann. Bankkaufmann, um genau zu sein. Sein Konterfei ziert ein weltweit seit beinahe hundert Jahren vertriebenes Gesellschaftsspiel, das 1904 von Elizabeth Magie erfunden wurde und seit 1933 unter den Namen MONOPOLY vertrieben wird. Kahn war seit 1933 Vorlage für den "Monopoly Man". Welche Ironie.

Die Erfinderin, Mrs. Magie, hatte das Spiel in zwei Varianten erdacht. Eine, die landläufig bekannte, sorgte durch Bodenspekulation dafür, dass am Ende ein Gewinner als Monopolist übrig blieb. Alle anderen Spieler verarmten. In der zweiten Variante wird durch das Prinzip "single tax" das Grundeigentum aufgehoben und ohne Bodenspekulation werden erstaunlicherweise im Verlauf des Spieles die meisten Teilnehmer wohlhabender.  Das ursprüngliche Spiel trug den Titel "The Landlord's Game". Schließlich hieß das Spiel zunächst "Finance" und später dann "Monopoly" (engl. für Monopol). Dieses Spiel beherbergt im Grunde bereits das Script für die neue Ordnung, die Anfang des 20. Jahrhunderts von einem elitären Zirkel erdacht wurde.

Zurück zu Otto Hermann Kahn, dem "Monopoly Man". 1867 in eine Mannheimer Bankiers- und Managerfamilie geboren, wurde er mit 21 britischer Staatsbürger. Dann zog es ihn 1893 nach New York, wo er 3 Jahre später in die deutschstämmige Investmenbank Kuhn, Loeb & Co einheiratete, dort machte er sich einen Namen mit der Finanzierung von Eisenbahngesellschaften. Binnen kürzester Zeit stand er diversen Unternehmen vor. 1917 wurde er amerikanischer Staatsbürger.

Dass ausgewanderte Deutsche in den USA Karriere im Finanzsektor machten, war nichts Ungewöhnliches, immerhin versprachen die offenen Märkte dort enorme Dividenden für intelligente und geschickte Banker. Doch Kahn, der auch als ein Mäzen der Metropolitan Opera bekannt war, hatte viel weitergehende Ambitionen, die bis in unsere heutige Zeit nachwirken.

Es ist für das Verständnis der aktuellen Geschehnisse wichtig, zu verstehen, was zu dieser Zeit in den USA geschah!

Gegen Ende des ersten Weltkriegs taten sich die Berater des Präsidenten Woodrow Wilson zusammen, nämlich

Die beiden gründeten 1918 die Gruppe "The Inquiry", bei der es um die Politik nach dem Fall des Deutschen Kaiserreiches ging und deren Agenda Lippmann wie folgt beschrieb: "Unser Vorhaben ist genial. Pure, aufsehenerregende Genialität – und nichts anderes."

Man kommt - bedauerlicherweise - nicht umhin, dem Mann irgendwie Recht zu geben.

Im Winter 1920/21 trat der in Hamburg geborene und 1902 nach Amerika ausgewanderte Bankier Paul Moritz Warburg, welcher als der "Vater" der US-Notenbank FED bekannt wurde, auf den Plan. Er entstammte einer weltweit weit verzweigten und äußerst erfolgreichen Bankiersfamilie und war mit der Tochter des Seniorpartners von Kuhn, Loeb & Co. (wo auch O.H. Kahn Teilhaber war) verheiratet. Auf seine Initiative geht der Federal Reserve Act vom 1913 zurück, er agierte in der FED als Aufsichtsrat und ab 1921 als Berater (Federal Advisory Council). Warburg berief ein Treffen mit handverlesenen Gästen in einem Büro in der 43. Straße in Manhattan ein, um eine Denkfabrik zu schaffen, die sich mit "auswärtigen Angelegenheiten" befassen sollte.

Als der COUNCIL ON FOREIGN RELATIONS am 29. Juli 1921 gegründet wurde, bestand das Direktorium aus Ehrenpräsident und Friedensnobelpreisträger Elihu Root, Präsident John W. Davis und Vizepräsident Paul D. Cravath, alle drei Juristen, wobei Davis und Cravath Anwälte für namhafte New Yorker Investmentbanken wie Kuhn, Loeb & Co. waren. Erste Direktoren wurden Paul Moritz Warburg und Otto Hermann Kahn, mittlerweile Vorstand des Bankhauses Kuhn, Loeb & Co. Diese Gruppe von Großkapitalisten bestimmte fortan direkt oder indirekt die Politik in Amerika und Europa. Alle Funktionsträger im CFR und ähnlichen, weniger einflussreichen Thinktanks entstammten stets dem höheren und höchsten Management. Ihr gemeinsames Interesse lag nie in einer Verbesserung sozialer Gefüge, sondern allein in dem Bereich, den man später als GLOBALISIERUNG bezeichnen sollte.

Otto Hermann Kahn stand dem CFR von 1921-32 als Direktor vor und prägte die Ausrichtung dieser Gruppe entscheidend. Er stellte vor einhundert Jahren die Weichen für Züge, die heute Fahrt aufnehmen. Der CFR denkt in Jahrhunderten, nicht in Dekaden.

Der CFR war maßgeblich an der Loslösung der USA vom Goldstandard 1933 beteiligt, was eine massive Erhöhung der Geldmenge durch die FED ermöglichte, um die Deflation zu bremsen. 1939 finanzierte die Rockefeller-Stiftung die War and Peace Studies des CFR, der die Kriegspolitik der USA damit steuerte. Kurz vor dem Angriff auf Pearl Harbour und dem damit verbundenen Kriegseintritt der Amerikaner erarbeitete die Gruppe eine Expertise, dass es „womöglich einer amerikanischen Besatzungsmacht in Deutschland bedürfe“. 1945 organisierte der CFR Nachkriegsstudiengruppen, deren Arbeit in Rahmenbedingungen für die UN und den Marshallplan mündeten. Auch die Strategien des Kalten Krieges entstammten den Studiengruppen des CFR. Wo immer also die Politik die Interessen der Großbanken berührte, wurde der CFR zum Dreh- und Angelpunkt der Entscheidungen. Als Vertreter Deutschlands zu den 16mal stattfindenden geheimen "Genfer Gesprächen" zur "Reconstruction of Western Germany" wurde der Kölner CDU-Politiker und spätere Bundeskanzler Konrad Adenauer gesandt. Adenauer und der Bankmanager Hermann Josef Abs hielten ab 1953 zahlreiche Reden vor den Mitgliedern des CFR. Auch Kanzler wie Helmut Kohl sprachen bei den Gremien des CFR vor.

Inzwischen gehört ein weit verzweigtes Netz von wirtschaftlich-politischen Gruppen zum CFR-Imperium, so z.B. der eingetragene Verein "Atlantik-Brücke" des American Council on Germany (gegründet von Weltbankpräsident John J. McCloy), das Thomas J. Watson Meeting Programm (gegründet von IBM Präsident Watson) für die Begegnung von hochrangigen Kabinettsmitgliedern, eng verbunden ist das 1920 gegründete britische Chatham House, ein dem CFR nahestehender Thinktank mit z.T. identischen Mitgliedern. Ebenfalls in direkte Verbindung mit dem CFR gebracht wird die sog. "Bilderberger-Konferenz" (benannt nach dem ersten Tagungsort 1954), bei der hochrangige Funktionsträger aus Wirtschaft, Politik, Militär, Geheimdiensten und anderen wichtigen Bereichen (z.B. Königshäuser) über künftige politische Entscheidungen debattieren. Wer in Deutschland Bundeskanzler wird, ist vorher beim Bilderbergertreffen eingeladen gewesen.

Wichtige Mitglieder des CFR waren und sind (neben Warburg, Kahn usw.) z.B. Thomas Watson (IBM), Jacob Lew & John Bolton &  Timothy F. Geithner (US-Finanzministerium), John Negroponte (Director of National Intelligence, also aller 17 US-Geheimdienste), Henry Paulson &  Lloyd C. Blankfein (Goldman Sachs), Janet Yellen & Alan Greenspan (FED), Deven Sharma (Standard & Poor’s), James Dimon (JPMorgan Chase & Co.), Michael E. O'Neill (Citigroup),  Henry Kravis (KKR), Stephen A. Schwarzman (Deutsche Telekom AG), Kenneth Chenault (American Express), Tom Brokaw (NBC News), Benjamin Sherwood (ABC News), David Gergen (CNN), Douglas Brinkley (CBS), Charles Krauthammer & Hendrik Hertzberg (Journalist), Ronald Lauder (Jüdischer Weltkongress), John Roberts & Ruth Bader Ginsburg & Stephen Breyer (Oberster US Gerichtshof), Stanley A. McChrystal & David Petraeus &  John R. Allen & James G. Stavridis (US Streitkräfte), William M. Drozdiak ( American Council on Germany), Michael Bloomberg (NYC-Major) sowie viele US-Präsidenten und deren Berater und Stabsmitarbeiter.

Als Corporate Members gelten die "Founders" Goldman Sachs, JPMorgan Chase & Co., Bank of America, Merrill Lynch, ExxonMobil, McKinsey & Company, NASDAQ OMX, dann die Firmen im "Presidents Circle" wie BP plc, Royal Dutch Shell, Credit Suisse, Lockheed Martin und andere namhafte Global Player, und schließlich die "Premium Members" wie z.B. Deutsche Bank, Airbus, De Beers, Google, VW, Walmart und Warburg Pincus. Insgesamt etwa 250 große Firmen und Konzerne sind Mitglieder im CFR.

Im deutschen Ableger, dem American Council on Germany, saßen und sitzen 800 Influencer, darunter Richard Holbrooke, Henry A. Kissinger, John Kornblum, Klaus Kleinfeld (Siemens, Alcoa), Josef Joffe (Die Zeit), Christopher Freiherr von Oppenheim (Sal. Oppenheim), Kurt F. Viermetz (Hypo Real Estate). In "Young Leaders Programm" mit der Atlantik-Brücke liefen ferner: Christian Wulff, Jens Weidmann (Bundesbank), Cem Özdemir (B90/Grüne),  Thomas de Maizière (Bundesinnenministerium) u.v.a.

ACG-Vorstand John C. Kornblum äußerte 2010 im Gespräch mit der Atlantik-Brücke: „Der Kernpunkt unserer Europapolitik seit 1910 war, Deutschland in seine europäische Umgebung einzubetten. Dieses Problem war für die Vereinigten Staaten 1990 erledigt.“

Hier wird deutlich, wieviel Einfluss der deutsche Wahlmichel auf die Politik in seinem Land hat: NULL.

Letztlich bedeutet das Obenstehende, sämtliche Global Player, auch die neuen Tech-Konzerne, vermeintliche Konkurrenten, sitzen im Grunde im selben Club und bekakeln fröhlich, wie sie ihre Gewinne maximieren können, um ihre Stakeholder zu befriedigen. Entscheidungen der Politiker über Krieg und Frieden, Wohl und Wehe - alles nur Handlungsanweisungen aus der Teppichetage der Konzerne. Das ist der Stand der Dinge. Widerstand ist zwecklos.

Capitalism

DER BLICK IN DIE ZUKUNFT

Tja, so wie vorher beschrieben sieht's also aus da draußen. Man kann das Ganze natürlich lapidar als "Verschwörungstheorie" abtun und Leute, die sowas erzählen, gesellschaftlich ächten. Macht - aus einem bestimmten Blickwinkel - ja auch Sinn. Tatsache ist jedoch, der CFR mit seine Tentakeln IST eine Verschwörung. Da haben sich Entscheidungs- und Funktionsträger entschieden, in geheimen Absprachen die gesamte Welt so zu verändern, dass dies ihren Zielen dienlich ist.

Diese Ziele lauten:

Die zum Erreichen dieser Ziele erforderlichen Mittel werden derzeit umgesetzt und zeigen Wirkung:

Dann folgt der Restart / Neustart, der die Neuetablierung der Märkte einleitet.

Die ersten Maßnahmen erleben wir derzeit in der Form von Klimadebatte, Antirassismuskampagne, Genderisierung, Werteveränderung, Völkerwanderung, Einschränkung der Meinungsfreiheit und Mediengleichschaltung. Wir erinnern uns: Im CFR sitzen Vertreter aller Medien, hüben wie drüben. Die Erfüllungsgehilfen des "Board of Directors" zeigen und sagen uns, was wir sehen und hören dürfen. Daraus dürfen wir dann etwas formulieren, das wir für Meinung halten, das jedoch nichts weiter als stimuliertes Dafürhalten ist.

Besonders die Völkerwanderung, die massive Beeinflussung der Gesellschaft mit dem Ziel der Akzeptanz anderer kultureller und religiöser Werte, die mit Nachdruck vorangetriebene Diversitätskampagne (bis hin zur Frühsexualisierung der Kinder in pädagogischen Einrichtungen) und die militanten Protestbewegungen im Namen des Antirassismus zerlegen unsere Gesellschaft derzeit in einem Ausmaß und einer Geschwindigkeit, dass sie dies nicht unbeschadet überstehen kann. Auf die tradionsbasiernde Gesellschaftsform wird mit grobem Schrot geschossen und das so lange, bis nichts mehr übrig ist, das zu identifizieren wäre.

Die sogenannten "Revolutionen" in den mediterranen Anrainerstaaten, die "wars on terror", die "Befreiungen" in der Levante, die Kriege am Hindukusch, der von den CFR-Strategen geplante Krieg gegen Russland, all das dient der Vorbereitung des Restarts. Probleme machen nämlich derzeit noch die Russische Föderation, Indien, Pakistan und China. Dort wird es zu militärischen Auseinandersetzungen - oder "Befreiungen", wie das CFR seine geplanten Überfälle nennt - kommen. Ein Krieg der amerikanischen Hegemonialmacht gegen die Russische Föderation wird Europa erneut, das dritte mal innerhalb eines Jahrhunderts, zerlegen und verheeren. Aber das sind nur Kollateralschäden, die in Kauf genommen werden, um eine Abkehr Deutschlands von der Atlantikbrücke zu verhindern. Nichts macht den Strategen des CFR mehr Angst, als das Bild einer souveränen deutschen Nation, die sich Russland zuwendet.

Der Kollege Neidthard Kupfer hat diese Szenarien in seinem Blog sehr explizit erläutert, gern empfehle ich seinen Artikel: https://www.mentopia.net/essays/138-the-grand-chessboard-usa-vs-russland-nuland-die-thinktanks-und-biden

In den Vereinigten Staaten von Amerika ist jetzt Wahljahr. Der amtierende Präsident Donald Trump, der auf Grund des Totalversagens der Demokraten in das Amt kam, ist kein Kriegstreiber, wie ihn das CFR bräuchte, ähnlich wie Trumps Vorgänger, der Smileypräsident und Friedensnobelpreisträger, unter dessen Ägide mehr Bomben geworfen wurden als im Zweiten Weltkrieg. Trump ist ein politischer Underdog, ein Geschäftsmann, jedoch nicht von dem Kaliber wie die CFR-Funktionäre. Für die ist er ein Emporkömmling. Offenbar ruhen ihre Hoffnungen nun auf "Sleepy Joe" Biden, dem grenzdebilen Kandidaten der Demokraten, denn dieser Mann hat in seiner Entourage einige schwergewichtige CFR-Aktivisten sitzen, die ohne zu zögern die Agenda umsetzen werden, sobald sie die Schlüssel zum Weißen Haus haben. Dann stehen die Zeichen auf Sturm. Im Januar wird der nächste Präsident vereidigt.

Wie der Zufall es so will, kündigt das WEF, das WORD ECONOMIC FORUM mit Sitz in der Schweiz nun eine Veranstaltung an. Dieses Gremium gibt sich betont unparteiisch, steht aber dem CFR sehr nah (auch hier sind Doppelmitgliedschaften durchaus an der Tagesordnung). Die YOUNG LEADERS (erinnere: CFR /ACG)  unterhalten die 2030 Initiative, einen Aktionsplan zur Verwirklichung der Vision einer idealen Welt im Jahr 2030. Gern diskutiert man im WEF auch Bill Gates' Pläne zum Creative Capitalism. Hier brütet man über die New World Order.

Die Veranstaltung, die vorangekündigt wurde, findet statt im Januar 2021, wenn in Amerika ein Präsident vereidigt wird. Hatte ich schon erwähnt, dass der CFR 2021 sein Hundertjähriges feiert?

WEF Bekanntmachung

Thema dieser Veranstaltung ist "The Great Reset", zu Deutsch: "Der Grosse Neustart" (man beachte die Schreibweise in Majuskeln, wie bei Buch- oder Filmtiteln), man verspricht, sich Gedanken darüber zu machen, eine "gerechtere, nachhaltigere und widerstandsfähigere Zukunft zu schaffen". Dazu sollen sich "wichtige globale Regierungs-und Wirtschaftsführer in Davos mit einem globalen Multistakeholder-Netzwerk" treffen. Die Ankündigung wurde am 03.06.2020 Von Klaus Schwab (Gründer des WEF) und vom Prince of Wales verlesen.

Prince Charles

Und jetzt "hören" Sie bitte genau zu, ich zitiere:

"Um unsere Zukunft zu sichern und Wohlstand zu schaffen, müssen wir unser Wirtschaftsmodell weiterentwickeln und die Menschen und den Planeten in den Mittelpunkt der globalen Wertschöpfung stellen. Wenn es eine entscheidende Lektion aus dieser Krise zu lernen gibt, dann die, dass wir die Natur in den Mittelpunkt unseres Handelns stellen müssen. Wir dürfen einfach nicht noch mehr Zeit verschwenden", sagte Prince Charles.

"Ein 'Great Reset' ist notwendig, um einen neuen Gesellschaftsvertrag aufzubauen, der die Würde jedes Menschen ehrt", fügte Schwab hinzu. "Die globale Gesundheitskrise hat die fehlende Nachhaltigkeit unseres alten Systems in Bezug auf den sozialen Zusammenhalt, den Mangel an Chancengleichheit und Inklusivität offengelegt. Auch können wir den Missständen von Rassismus und Diskriminierung nicht den Rücken kehren. Wir müssen in diesen neuen Gesellschaftsvertrag unsere generationenübergreifende Verantwortung einbauen, um sicherzustellen, dass wir den Erwartungen der jungen Menschen gerecht werden. COVID-19 hat unseren Übergang in das Zeitalter der Vierten Industriellen Revolution beschleunigt. Wir müssen sicherstellen, dass die neuen Technologien in der digitalen, biologischen und physischen Welt weiterhin den Menschen in den Mittelpunkt stellen und der Gesellschaft als Ganzes dienen, indem sie allen einen fairen Zugang ermöglichen", sagte er.

Klar soweit? Die Wirtschaftsmogule nutzen also die Pandemie-Krise, um mal eben eine neue Weltordnung zu installieren, über die sie uns dann Anfang des Jahres informieren werden. Natürlich alles ganz antirassistisch, antifaschistisch, antiklimadestruktiv, antidiskriminierend - und das alles mit dem "Good Government". Wahrscheinlich darf Greta Th. dort auch auftreten. Na, das ist ja zu schön, um wahr zu sein, oder? Und man setzt noch eins drauf: Die "Global Multistakeholder" wollen sich mit tausenden junger Menschen aus der "Global Shapers Community" über die sozialen Netzwerke verbinden, damit sie die frohe Botschaft von der guten, neuen Ordnung mit uns allen teilen. Das ist so wundervoll, dass man beinahe in Tränen ausbrechen möchte. Beinahe.

Strategic Intelligence WEF

Ein Schuft, wer Übles hierbei denkt. Die Ultra-Mega-Superreichen möchten doch bloß das große Glück des Wohlstands mit uns teilen, da werden wir doch wohl nicht etwa mit kleinlichen Zweifeln daherkommen, oder?

Oh, ich höre schon den virtuellen Jubel der Q-Anon-Erwachten, die ihr lang ersehntes "Gesara"-Millioneneinkommen sicher wähnen und schonmal bei Amazon ihre Warenkörbe bestücken. Sorry, Leute, für euch habe ich schlechte Nachrichten. Die Neue Ordnung wurde nicht erdacht, um euch den Schlendrian und ein süßes Leben zu finanzieren. Ich meine, süßes Leben schon, aber gewiss nicht für euch. Dieser Plan, den sich deutsche Banker vor hundert Jahren ausdachten, und der nun in seine entscheidende Phase geht, ist nicht dafür gemacht, es euch gut gehen zu lassen. Ihr seid die Leute, die das neue System mit Blut, Schweiß und Tränen bezahlen werden.


Lesen Sie Teil 2 dieser Artikelreihe: https://der-stoerenfried.de/free-speech/41-der-real-existierende-irrsinn-junger-parvenues
Lesen Sie Teil 3 dieser Artikelreihe: https://der-stoerenfried.de/denk-anstoss/42-die-global-shapers-community-fluch-oder-segen


Nachtrag 15.07.2020
Sehr schön. Am Morgen kommen die ersten Reaktionen auf die Verlinkung des Artikel bei Facebook herein. Inhaltlich leider etwas enttäuschend ...

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