Toleranz und Akzeptanz

Kategorie: Denk-Anstoß Erstellt: Freitag, 25. Juni 2021 Drucken

(von Olaf Francke)
Ja, das streben wir alle an: Eine tolerante, facettenreiche, antifaschistische, antirassistische und fortschrittliche Welt, wie sie uns "Star Trek" präsentiert, wenn da nur nicht immer diese Romulanernazis und Klingonenbarbaren oder diese vulkanischen Whataboutisten wären! Aber ... ist das wirklich so einfach?

regenbogen toleranz akzeptanz

Seit geraumer Zeit treffen wir, wo wir gehen und stehen, auf ein buntes Farbarrangement, das einen Regenbogen darstellen soll und von verschiedenen Interessenverbänden als Claim markiert wurde.

  • Die sogenannte "Regenbogenfahne" ist - wie sollte es auch anders sein - mal wieder eine deutsche Erfindung. Bereits Thomas Müntzer soll sie im 15. Jahrhundert geführt haben und im Bauernkrieg des 16. Jahrhunderts wurde sie als Zeichen der politischen Veränderung genutzt.

  • In den frühen Sechzigerjahren des vorigen Jahrhunderts wurde diese Fahne von der Friedensbewegung genutzt, in der italienischen Bewegung als Bandiera della Pace bekannt.

  • In den späten Siebzigern des letzten Jahrhunderts reklamierten die Fürsprecher gleichgeschlechtlicher Sexualität diese bunte Flagge (oder Sticker, Bilder, was auch immer) für sich, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Dabei handelt es sich um eine sechsstreifige Abwandlung der ursprünglich siebenstreifigen Fahne.

  • Auch die Umweltschutzorganisation Greenpeace verwendet das Regenbogensymbol auf Flaggen, allerdings in Form eines siebenfarbigen Bogens vor weißem Hintergrund. Verbunden ist damit eine in der Hippiebewegung kursierende Geschichte über eine indianische Regenbogenkrieger-Prophezeiung, welche auch namensgebend für die sogenannte Rainbow Family war.

So geistert diese bunte Konstellation in den verschiedensten Varianten seit fünfhundert Jahren durch die Menschheitsgeschichte und wird mal hier, mal da benutzt. Übereinstimmend allerdings ist der Umstand, dass sie als Symbol der Forderung nach politischer Veränderung gebraucht wird. In diesem Zusammenhang bekommt der Begriff "Farbrevolution" eine ganz neue Gewichtung (https://de.wikipedia.org/wiki/Farbrevolutionen).

Doch im Jahr nach Corona, dem Jahr des GREAT RESET, den das World Economic Forum so vollmundig verkündete, dem Jahr in dem die Zehn-Jahres-Agenda der gesellschaftlichen Transformation ihren Anfang nimmt, erlebt dieses Farbspektrum einen ungeahnten Hype. Besonders deutlich wurde das zum Sommeranfang 2021 in Deutschland, als hier ein Spiel der Fußball-EM ausgetragen werden sollte. Plötzlich war die bunte Fahne nämlich nicht länger das Symbol für politische Veränderung bzw. Umsturz (eigentlich schon noch, dazu komme ich dann noch), sondern sie wurde als Symbol für TOLERANZ und AKZEPTANZ geführt, und zwar von der gesamten Anti-Community, deren Bezeichnung sich Jahr für Jahr aus mehr Buchstaben zusammensetzt (aktuell m.W.: "LGBTQIA*"). Was klingt, wie ein walisischer Dorfname, bezeichnet die Zusammenfassung von Menschen, die verschiedene Arten der sexuellen Orientierung bzw. Selbstwahrnehmung für sich präferieren. Dazu habe ich vor geraumer Zeit bereits einen Artikel veröffentlicht: https://der-stoerenfried.de/denk-anstoss/33-gender-bender-das-geschlecht-zum-wohlfuehlen

gender lernwerkstatzt frühsexualisierung

In sogenannten "Lernwerkstätten" wird sexuelle Viefalt gelehrt und vor allem eines: AKZEPTANZ und TOLERANZ. Für Kindertagesstättenkinder heißt das: "Murat spielt Prinzessin, Alex hat zwei Mütter und Sophie heißt jetzt Ben". Unterstützt und vor allem großzügig finanziert werden die Initiativen von der öffentlichen Hand mit dem erklärten Ziel, die AKZEPTANZ zu fördern. Natürlich findet man auch auf deren Broschüren und Logos die bunte Farbvielfalt als Erkennungszeichen, gern auch verbunden mit hoheitlichen Abzeichen.

Wer genau mitgelesen hat, stellt fest, dass die Begriffe Toleranz und Akzeptanz gerade eben vertauscht wurden, und das hat seinen Grund. Die bunte Gemeinschaft fordert nämlich nicht einfach nur Toleranz, sondern vordergründig Akzeptanz für ihren diversen Lebenswandel. Manch einer wird sich vielleicht sagen: "Aber das ist doch irgendwie dasselbe Ding, oder?" - NEIN, ist es NICHT. Dazu eine kurze Definition. Konrad Duden sagt:

  • to|le|rie|ren [lat. tolerare]: dulden, zulassen, gelten lassen
  • ak|zep|tie|ren [lat. acceptare]: annehmen

Der Unterschied besteht zwischen der DULDUNG und der ANNAHME, d.h. jemanden zu  tolerieren bedeutet, zu dulden, was jemand denkt oder macht, obwohl man mit ihm nicht übereinstimmt, oder es gar für falsch hält. Jemand zu akzeptieren bedeutet, seine Meinungen und Gedanken anzunehmen, zu übernehmen, das, was jemand macht und denkt für gut zu befinden. Und genau das ist es, was die bunte Community nicht wünscht, sondern FORDERT, nämlich im Wortsinn ein BEKENNTNIS zu ihrer Lebenseinstellung, die ja durchaus "divers" untereinander ist, nur als Gemeinsamkeit im Schilde führt, bisherige Lebensmodelle ablösen zu wollen.

Vielleicht hilft es manchem, die Kant'sche Definition der Begriffe TOLERANZ und AKZEPTANZ zu verinnerlichen. Dieses massenhafte Zeigen einer bunten Flagge fordert nämlich ein gesellschaftliches BEKENNTNIS ein, das mit Toleranz nichts zu tun hat, sondern Akzeptanz voraussetzt. Ich sage es mal so: Die Schweiz toleriert die NATO um sich herum, wird sie aber wohl niemals akzeptieren.

Als nun im Sommer 2021 ein Fußballspiel zwischen den Mannschaften Deutschlands und Ungarns anstand, sah die farbenfrohe, neolibertäre Community ihre Stunde gekommen. Viktor Orban, der Ministerpräsident von Ungarn, wurde zum Spiel erwartet. Ihm wird vorgeworfen, in Ungarn Menschrechte einzuschränken, speziell die von Homosexuellen. Das mag darin begründet liegen, dass Ungarn unlängst ein Gesetz erlassen hat, das die Gemüter erhitzt. Am 15. Juni 2021 beschloss das ungarische Parlament mit Stimmen der Regierungspartei Fidesz unter Viktor Orbán und der rechtsextremen Partei Jobbik ein Gesetz, das die Darstellung von Homosexualität gegenüber Minderjährigen verbietet. Weitere Informationen dazu hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Homosexualität_in_Ungarn

Man regte also an, die Fußballarena in München zum Spiel in Regenbogenfarben zu illuminieren, um ein politisches Zeichen zu setzen, denn Orban hatte mit dem ungarischen Parlament etwas getan, das den Absichten der Buchstabencommunity zuwiderlief. Die UEFA, als Veranstalterin des Turniers, untersagte diese Maßnahme, entsprechend groß war der Aufschrei in der exzellent vernetzten Community, die das gesamte soziale Netzwerk mit Flamewars, Aufrufen und Vorschlägen zur Solidaritätsbekundung flutete. Annalena Baerbock, Vorsitzende der Grünen und zu dieser Zeit Kanzlerkandidatin ihrer Partei, machte deutlich, dass man nicht aufgeben solle: "Lasst uns ein starkes Zeichen der Vielfalt setzen und den Regenbogen durchs Land tragen." Ausgesprochen naiv-pathetisch, aber das Volk folgt.

Also begannen hurtig alle, ihre Solidarität zu zeigen und Feuerwachen, Stadien, DB-Lokomotiven, Flaggenmasten von Ämtern und Behörden usw. einer neuen Farbgebung zu unterziehen, verbunden mit zahlreichen politischen Statements, die mit Fußball nicht allzu viel zu tun hatten.

regenbogen beleuchtung stadion

Man kann sich natürlich nun fragen, ob es bei der kollektiven Buntbeflaggung wirklich um Symbole der Toleranz geht. Ich zum Beispiel kann andere Lebensmodelle hervorragend tolerieren (nicht zuletzt in der eigenen Familie), was allerdings nicht bedeutet, dass ich sie auch akzeptieren und dies plakativ zur Schau stellen muss. Viele betrachten diese bunte Flagge als ein gutes und starkes Zeichen. Nur ...  wofür?


Für mich waren seit jeher mein gesunder Menschenverstand, das Maß meiner Empathie und meine Lernbereitschaft die Messlatte für Toleranz. Tja, wenn das nicht mehr ausreicht heutzutage ... dann habe ich da vielleicht etwas grundlegend falsch verstanden, was möglicherweise dem Umstand geschuldet ist, dass ich aus einer Generation komme, die Autoren wie Hegel, Kant, Heidegger noch gelesen hat, und sogar verstanden.

Ich lese in einigen Entgegnungen in den sozialen Medien lediglich Befindlichkeiten, Annahmen und Interpretationen, die als Wahrheiten hingestellt werden, verbunden mit der Aufforderung nach Akzeptanz derselben. Viele Menschen fühlen sich plötzlich bemüßigt, Menschen mit unkonventionellen Lebensmodellen zu beschützen, sie durch Sympathiebekundungen einer vermeintlichen Akzeptanz (im Wortsinn) zu versichern.

Besonders faszinierend ist, dass selbst Hilfsorganisationen, die sich seit über 100 Jahren mehr oder weniger erfolgreich die NEUTRALITÄT auf ihre Fahnen geschrieben haben, plötzlich dem Farbrausch erliegen und sogar entgegen den Designvorschriften des Mutterverbandes ihre Rettungswagen bunt bekleben. Ich bin auch in einer solchen HiOrg ehrenamtlich tätig und muss mich höchst verwundert fragen, wie sowas angehen kann. Die jüngeren Mitglieder in unserer Organisation verstehen natürlich nicht, was alte Männer wie ich am tollen Regenbogen auszusetzen haben, weil wegen: Toleranz und Akzeptanz und so. "Bist du etwa nicht für Vielfalt?" schallt es einem da aus zahlreichen Blödenlaternen entgegen, womit schon wieder ein Bekenntnis eingefordert wird, die jungen Leute verstehen das nur nicht, weil sie nämlich zu einer Generation gehören, die Kant nicht gelesen hat, sondern Marvel Comics auf Netflix schaut, um dort das Gute und Wahre zu entdecken (mit ausreichender Diversität, versteht sich).

Bunte Kreuze

Ich muss, wenn ich mich mit jungen Menschen unterhalte, stets aufs Neue feststellen, dass diesen die Bedeutungen der Worte Toleranz und Akzeptanz, wenn sie diese benutzen, nicht im Ansatz geläufig sind. Selbst unsere Funktionsträger im Drei-Buchstaben-Verein, finden das Hissen der Buntflagge sei ein "starkes und gutes Zeichen" (wie schon erwähnt). Erneut frage ich mich: Wofür?

Und da komme ich nun zu dem Punkt, den ich etwas weiter oben angesprochen hatte, nämlich die gesellschaftliche Um-Ordnung. Unter dem bunten Banner nämlich etabliert sich zusehends eine Clique von seltsam-sozialistisch-angehauchten Hedonisten, die sich mit Etiketten wie "antifaschistisch" / "antirassistisch" / "divers" / "klimaaktivistisch" usw. brüsten, eine radikalpolitische Melange, die vorhat, unser Land komplett zu verändern. Man möchte gern mehr Homosexualität, mehr Gendern, mehr Stromverbrauch, mehr Bündnistreue und natürlich mehr "grünen Kapitalismus" (was bedeutet, dass wir über den Emissionsquotenhandel per Zertifikat von den Ärmsten in der Welt das Recht kaufen, weiterhin ein Kohlestrom-SUV zu fahren, während diese sich in den "Kobold"minen zu Tode schuften). Der Kapitalismus hat die bunte Gesellschaft längst erkannt (und sogar forciert), deren Kaufkraft wird in Konzernkreisen gern abfällig als PINK MONEY bezeichnet.

Diese unheimlich tolerante Bezeichnung (in USA: "Dorothy Dollar") für die stetig wachsende Kaufkraft der LGBTQIA*-Community wird von den bunten Neumenschen sang- und klanglos akzeptiert (sic!), man geht davon aus, dass mehr als 90% der Community Unternehmen durch Konsum unterstützen, die mit Regenbogenfarben werben. Wer das NICHT tut, kann seine Ladenkasse zumachen. Auch hier wird über den Konsum das Bekenntnis (also Akzeptanz, nicht Toleranz) eingefordert.

Den Konzernen ist es reichlich scheißegal, woher der Zaster kommt, ob von Nazis, Kommunisten, Neolibertären, Schwulen, Lesben oder Rentnern, wichtig ist, dass der Rubel - Verzeihung, der Euro - rollt. Dafür ist sich die Distributionsbranche nicht zu schade, sich bei den neuen Herren hochnotpeinlich anzubiedern, das nennt sich dann "gayfriendly". Sowas hat man schon immer gemacht. Abfällig wird dies (in Anlehnung an den Begriff "Greenwashing") nicht selten als "Pinkwashing" bezeichnet. In Deutschland, wo ca. 10% der Bevölkerung zur Community gehören, sind das locker ca. 100 Milliarden Konsum-Euro pro Jahr, Tendenz rapide steigend. Weitere interessante Informationen hierzu: https://de.wikipedia.org/wiki/LGBT-Marketing

Pink Money Dorothy Dollar LGBT Marketing

Und das ist gar nicht so weit hergeholt, wie es aussieht. Eine meiner Töchter ist Künstlerin, sie lebt nonbinär und asexuell, ist also Teil der LGBTQIA*-Community. Da viele ihrer Kunden in USA sitzen, ist sie förmlich gezwungen, ihre Lebensmodelle plakativ vornanzustellen und auch ja happy enough alles zu beklatschen, was auch nur im Entferntesten divers ist oder sich so gibt. Tut sie das nicht, verschwinden ihre Follower, man basht sie und der Umsatz bricht ein. Wohlgemerkt, es geht nicht darum, dass sie sich "antidivers" äußern würde, nein, es reicht schon, nicht oft und intensiv genug das Bekenntnis abzugeben.

Mein Freund Neidthard Kupfer vom Blog www.mentopia.net verglich das mit seiner Jugend in der DDR. Dort war es ähnlich, sagte er, da wurde auch das Bekenntnis zum Sozialismus gefordert, eine reine Toleranz war nicht ausreichend, zumindest nicht, wenn du in der Firma aufsteigen und/oder eine ordentliche Wohnung haben wolltest. Wer sich dem Mainstream durch Schweigen entzog, hatte kein besonders schönes Leben.

Und so wird es auch in Zukunft sein, erst recht, wenn auch der ach so fortschrittliche Westen das Social Scoring System zur Gänze einführt und seine Bürger permanent bewertet. Wer dann, wie ich, ein eher mitte-konservativer, klassischer Familientyp ist, der hat künftig nichts mehr zu lachen. Aus die Maus. Jetzt kommen Annalena und ihre Kobolde.

Einhornkotze Kobolde Grüne


Abschließend sei gesagt: Es würde mich nicht im Mindesten wundern, wenn unsere transatlantisch-vernetzten grün-bunten Politiker nach der Bundestagswahl zu einem Sonderparteitag zusammentreten und mit sozialistischer Mehrheit von >98% der Delegierten beschließen, die Partei "Bünsnis90/Die Grünen" in "Die Bunten" umzubenennen, um die bunte Regenbogenflagge für sich als Parteisymbol zu reklamieren. Bleibt abzuwarten. Man darf gespannt sein.


Was war noch? Ach ja. Die Rundfunkgebühren-fianzierten Propagandamittel. Die irgendwie prominenten Leute (hier: ein Rockmusiker) müssen von der Toleranzbrigade unbedingt in die Kampagne eingespannt werden. Man legt ihnen irgendwelches Gebrabbel in den Mund, flugs ein PR-Foto dazu und fertig ist der Influence.

Diverse Medienkampagne

Besonders hübsch im obigen Bild rechts die HANDLUNGSANWEISUNG FÜR DIE NUTZUNG VON EMOJIS. Weil die Benutzer der Blödenlaternen ja eher durchschnittlich begabt sind, was die Netiquette und die Handhabung technischer Gerätschaften angeht, gibt eine Redaktion des ÖRR mal ein Handout in Memeform heraus, das genau erklärt, wie diese kleinen Emotionsbildchen im Sinne der Vielfalt richtig zu nutzen sind. Also, alle Emojis müssen schon irgendwie antirassistisch, tolerant, genderneutral und diskriminierungssicher sein. Gelbes Emoji bedeutet (nein, nicht Chinese, das wäre stereotyp) HELLE HAUT und darf nicht benutzt werden, weil - äh - Standards (nicht die Gemeinschaftsstandards von Facebook) untermauert werden. Ausnahme: Wenn POC-User die gelben Emojis verwenden, dann schützt es sie vor Diskriminierung. Wie genau das gehen soll, steht da allerdings nicht. Dann jedenfalls wird nichts untermauert. Oder so. Also, lieber wieder die guten alten IRC-Emoticons benutzen. Ups, die wandelt Facebook ja automatisch in hellhäutige Emojis um, zu dumm aber auch... Man sieht, es ist gar nicht so einfach für alte, weiße (vermeintliche) cis-Männer wie mich, diese schöne, neue, bunte Welt zu verstehen.

Vielleicht sollte ich mir nen neuen Job suchen... okay, der hier wohl eher nicht ...

antidiskriminierung aber nicht für Weiße

Anmerkung: obiges Stellenangebot wurde nach massiver öffentlicher Kritik vom Student_innenrat 3 Tage später geändert.
(https://www.welt.de/politik/deutschland/article233379817/HU-Berlin-Antidiskriminierungsstelle-bat-weisse-Menschen-sich-nicht-zu-bewerben.htm)

The Colour of... commercial

Egal, ob Nachrichten-"Beispielbild", Foodstuff-"Serviervorschlag" oder Werbung für Lifestyleprodukte irgendwelcher Art: die junge, überschwänglich fröhliche Poc-Person in Genießerpose ist meistens dabei. Oder halt eine andere Person aus einem erweiterten Kulturkreis. Letztlich stört mich das nur wenig, denn da ich ein Werbe-Antityp bin, kann da in der Kaffeewerbung von mir aus auch ein buntes Einhorn gezeigt werden. Ich muss allerdings sagen, dass es mich überrascht, welch offensichtlich großen Anteil diverse Phänotypen in unserer Gesellschaft anscheinend erreicht haben, dass sie dermaßen stark repräsentiert werden.

Beispiele für POC Werbung

Mir fällt das gar nicht so auf. Ich wohne in einer ländlichen Gegend, in der vorwiegend Menschen des nordeuropäischen Phänotyps leben, von vielen oft verächtlich als "WEISSE" diskriminiert. Dabei sind wir nordischen Typen gar nicht weiß. Schon gewusst? Und ich erst recht nicht, weil ich ziemlich tätowiert bin. Aber, egal. Ich lehne es jedenfalls ab, mich als "alter, weißer Mann" beschimpfen zu lassen von Leuten, die nun mit aller Macht versuchen, eine möglichst durchmischte Gesellschaft herzustellen, zumindest, was den Hauttyp angeht. Das war es aber auch schon, die Durchmischung reich/arm zum Beispiel steht da eher nicht so auf dem Programm.

Diversity Commercials

Nun, letztlich werden wir eher nordischen Typen uns auch an diese Kraushaarfrisuren gewöhnen, irgendwann sehen wir die dann gar nicht mehr. Irgendwann gibt es dann Autowerbung mit Burka, Weißbierwerbung mit dem "schwatten Ostfreesenjung" Keno (was sogar noch lustig wäre, der Typ ist nämlich echt ne Marke!), und Karrierewerbung mit Talib-Attitüde. Aber gut, mich muss das nicht berühren. Ich schaue halt einfach weg und kaufe was anderes ein. Etwas, das ich brauche.

Viel Spaß in eurer neuen, bunten Welt Kinder.


Latest: Die Firma "Facebook" tut sich etwas schwer mit Buntkritik, da sind solche Beiträge wie die des Störenfrieds nicht erwünscht und werden still und leise entfernt. Passt ja auch nicht ins Bild, wenn da einer daherkommt und sich erdreistet, den neuen buntsozialistischen Hype nicht anständig zu beklatschen. Im Grunde bestätigt das die Wahrnehmung von Neidthard Kuper (siehe weiter oben) nur. Offensichtlich steuern wir in den real existierenden Kapitalsozialismus hinein, der sich betont klimaneutral (für westliche Verhältnisse) und bürgernah (für nordkoreanische Verhältnisse) gibt und im Mäntelchen jugendlich-forscher Erneuerungsattitüde daherkommt. Selbstverständlich herrscht in der BunteRepublikDiversland "Meinungsfreiheit" -  Du darfst denken, was du willst. Nur halt nicht sagen...

Facebook Zensur

Die Meldemuschi war übrigens die Redaktion der "Queer Bild" aus dem Springer Verlag (Pinkwashing-Magazin, ca. 43.000 Follower), dort wurde ich auch gleich geblockt von den toleranten Menschen. Da muss man mit einer diversen Meinung natürlich auch mal zurückstecken, wenn Regenbogen-Aktionismus gefordert ist. Facebook und seine Korrekturbrigaden sind da natürlich ganz vorne mit dabei. Die Faschos und Reichsnazibürger dürfen allerdings fröhlich weiter plärren und zetern und ihre Umsturzfantasien ins Netz blasen. Das entspricht scheinbar den "Gemeinschaftsstandards" ...

Springher Queer Bild Pinkwashing

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