Transformers - Diversität um jeden Preis

Kategorie: Denk-Anstoß Erstellt: Mittwoch, 12. August 2020 Drucken

(von Olaf Francke)
Dies ist ein weiterer Artikel der Serie über die Transformation unserer Gesellschaft und die Rolle der Gender-Diversität in dieser Angelegenheit. Man mag mich für irre halten oder unterstellen, ich sei ein Anhänger populärer Verschwörungstheorien, aber ich sehe, dass in verschiedenen Bewegungen, Meinungsströmungen und politischen Agendas ein bestimmtes Muster erkennbar ist.

Transformers - Global Shaping 

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-> http://www.der-stoerenfried.de/podcast/pc_transformers.mp3

Der Zug in Richtung Neue Welt rollt: (digitale) Transformation, maximum diversity, x-lives matter ... die Weichen sind gestellt. Die Frage ist halt nur: Wer hat das Ticket für den Transition Piercer gelöst? Nach dem Willen derer, die ich als Planer hinter der aktuellen und noch zu erwartetenden Entwicklung vermute, werden Leute wie ich diejenigen sein, die mit dem Taschentuch in der Hand am Bahnsteig stehen, wenn die ewige Maschine Fahrt aufnimmt.


Bevor ich allerdings weiterschreibe, füge ich - um der politischen Korrektheit Willen - einen DISCLAIMER ein: Dieser Artikel und die mit ihm verbundenen sollen nicht dem Zweck dienen, gesellschaftliche Gruppen zu diskriminieren. Mir persönlich ist es nämlich völlig egal, welchem Geschlecht, welcher Ethnie, welcher Partei, welcher Religion und/oder welcher gesellschaftlichen Gruppe du, verehrter Leser, angehörst. Es ist mir völlig egal, welche Kleidung du trägst, was du zu Mittag isst, mit wem du wie und wo deine Libido befriedigst und ob du glücklich mit der Form und Ausführung deines Körpers bist. All diese Attribute deines Daseins sind nämlich für meine Ausführungen grundsätzlich erstmal irrelevant.


Glücklicherweise leben wir alle ja in einer toleranten Gesellschaft (ist dem so?) und ich als etwas in die Jahre gekommener Buchstabenathlet mit teilkonservativen Wertvostellungen und willensethischen Handlungsmaximen befinde mich in der angenehmen Lage, in einem wirtschaftlich stabilen, vom Geist der Aufklärung durchdrungenen Land mit freiheitlich-demokratischer Grundordnung leben zu dürfen, wo es mir gestattet ist, meine Meinung in Wort, Schrift, Bild und Handlung frei zu artikulieren. Noch.

Ich bin imstande, viele Dinge zu tolerieren, die ich mir nicht zu eigen mache und ich kann für mich akzeptieren, dass es Dinge gibt, die ich gern ändern würde, aber nicht kann. A propos Akzeptanz. Dazu komme ich später noch einmal.

Die neue Losung der kommenden Welt lässt sich hübsch medienkonform in ein Wort bringen: Diversität. Hat es schon immer gegeben, aber dieser Begriff maskiert eine Phrase, welche dasselbe aussagt, jedoch wesentlich gewalttätiger klingt, nämlich: Atomisierung der Gesellschaft als direkte Umsetzung des altbekannten machiavellistischen Leitsatzes: "Divide et impera" (Teile und herrsche). Diese Phrasen sind bekannt, schlecht beleumundet und werden daher ersetzt durch: DIVERSITÄT.

Diversität um jeden Preis

Die modernen Qualitäts- und Leitmedien unserer Zeit liefern sich ein Rattenrennen um den internationalen Diversitätspokal, allerdings geschieht dies vorwiegend westlich einer Ausdehnung vom 30.Längengrad Ost, bis ungefähr zum 120. Längengrad West, umfasst also knapp ein Viertel unseres Planeten. Erstaunlicherweise deckt sich dieses Aktionsfeld ziemlich genau mit dem, welches die Initiatoren des sogenannten Great Reset ursprünglich bespielten (mit Hang zu gewissen Expansionen). Über die Ursprünge dieser sich nun manifestierenden Agenda habe ich in einem gesonderten Artikel geschrieben:

https://der-stoerenfried.de/denk-anstoss/40-die-neue-ordnung-es-beginnt

Das neue Hohelied der Diversität hat viele Tonlagen: Es wird gesungen in Einkommensgruppen (Arbeiter vs. Alg2-Empfänger), Religionsgruppen (Kreuz vs. Halbmond), Geschlechtsgruppen (cis vs. trans), Politik (rechts vs. links), Ethnien (heimisch vs. fremd), Marktwirtschaft & Militär (West vs. Ost), usw., usf. - all diese Bereiche haben eine Eigenschaft gemeinsam: Sie werden durch künstlich erzeugte bzw. gewichtete Diversität, die man als Freiheit verkauft, zersplittert, ja förmlich atomisiert. Der Zweck ist das Ausmerzen bzw. unterdrücken jedweder identitätsstiftenden Kondensationspunkte in der Gesellschaft. Zusammenrottung ist unerwünscht, Widerstand ist zwecklos.

Dabei gehen die Initiatoren der Transformation klug vor. Sie gaukeln den Menschen vor, die Zersplitterung geschehe im Wege einer willensethischen Erweiterung, denn immerhin könne ja künftig jeder sein, was und wie er wolle. Das gilt eben auch für die gefühlte Befindlichkeit in Sachen Geschlechtsidentität.


Noch einmal: Mir geht es nicht darum, wer sich als was und wie fühlt (wobei ich nur bei sehr wenigen Menschen bislang feststellen konnte, dass die geschlechtliche Selbstbestimmung das authentische Ergebnis einer konkreten Willensbildung war). Die individuelle Selbstwahrnehmung sei jedem Menschen selbst überlassen. Mir geht es darum, anhand dieses Beispiels darzustellen, wie dieser zumeist emotional gesteuerte Komplex von bestimmten Leuten benutzt wird, um die Menge vor ihren Karren zu spannen.


Ich empfehle, zu dieser Thematik auch den vorhergehenden Artikel zu lesen:
https://der-stoerenfried.de/denk-anstoss/33-gender-bender-das-geschlecht-zum-wohlfuehlen

Ich komme aus einer Gesellschaft, die nicht so viel anders strukturiert war, als die heutige. Es gab schon immer Männer und Frauen, beides, Transen, Tunten, Fags und Bisexuelle, Leute, die gern Damenunterwäsche trugen und Leute, die "pansexuell" waren, also nicht auf das biologische Geschlecht achteten, wenn es um die Partnerwahl in der Entfaltung von Lust und Liebe ging. Aber als ich jung war, da wurde um diese Dinge kein Gewäsch gemacht. Man war, was und wie man war, und gut. Ich habe nie in Kreisen verkehrt, in denen Menschen diskriminiert wurden, nur, weil sie anders waren. Ich selbst war auch nie wirklich "normal". Aber wir brauchten keine Gleichstellungsbeauftragten, keine parlamentarischen Fürsprecher, keine Interessenverbände, die Demonstrationen veranstalteten und mit Millionen an Steuergeldern meine vermeintlichen Interessen vertraten. Wir haben unser Leben gelebt und niemanden gebraucht, der für diesen Weg Toleranz und Akzeptanz massiv eingefordert hat.

Und da komme ich nun wieder zu den beiden Begriffen, die ich eingangs erwähnte. TOLERANZ und AKZEPTANZ. Eine Definition:


TOLERANZ
Substantiv, feminin (von lat. "tolerare" für erdulden, ertragen)
Bereitschaft zur Duldung, begrenzte Widerstandsfähigkeit, Geltenlassen und Gewährenlassen anderer oder fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten. In der Philosophie ist das Problem der Toleranz mit der Frage nach Wahrheit und Freiheit verbunden.

AKZEPTANZ
Substantiv, feminin (von lat. "accipere" für gutheißen, annehmen, billigen)
Bereitschaft zur Annahme, Aufnahme, Verinnerlichung. Akzeptanz beruht auf Freiwilligkeit, es besteht eine aktive Komponente, im Gegensatz zur passiven, durch das Wort Toleranz beschriebenen Duldung. Akzeptanz drückt ein zustimmendes Werturteil aus und bildet den Gegensatz zur Ablehnung (Aversion).


Diese beiden Begriffe werden von den militanten Verfechtern der maximalen Diversität nur zu gern in einen Topf geworfen, bzw. sogar bewusst falsch in Anwendung gebracht.

  • Man fordert für die Diversität (hier exemplarisch im Genderbereich) AKZEPTANZ ein, stets und immer wieder wird gefordert: "Akzeptiert uns in unserer Andersartigkeit!"

Das jedoch ist vermessen. Die Forderung nach TOLERANZ divergierender Lebensmodelle ist legitim, durchaus (siehe Begriffsdefintion).

  • Man verweigert denen, die für eine divergierende Selbstwahrnehmung anderer Menschen nicht die geforderte AKZEPTANZ entgegenbringen, jede TOLERANZ ihrer eigenen Weltsicht.

Akteptanzforderung

Das geschieht meist ungeachtet der Tatsache, dass diese "normalen" Menschen vielleicht sogar bereit sind, Diversität zu tolerieren. "Wer nicht bedingungslos für uns ist, der ist gegen uns!" scheint dabei das Credo zu sein. Kein schönes Leitmotiv, wenn man eine Gesellschaft errichten möchte, die auf Konsens beruht. Sowas ist eher das Kennzeichen totalitäter Regime.

Akzeptanzforderung

Und noch so ein linguistisches Glanzlicht. Tatsächlich, es ist kein "Missverständnis" mit Toleranz und Akzeptanz, es ist purer Aktionsimus. Wir sollen diese Lebenseinstellung gefälligst ANNEHMEN, dafür KÄMPFT man schließlich. Soso... Ich glaube, diese Leute haben keine Ahnung, was das Wort KAMPF bedeutet. Die Redefinitionsmaschine bügelt denen die Denkstuben, dass ihnen nichtmal mehr schwindelig wird, wenn sie Schwurbelkram verbreiten. Ich könnte jetzt, kurz nach der Veröffentlichung des Artikels, den ganzen Abend damit verbringen, solche Dreistigkeiten zu screenshoten und hochzuladen, aber dafür ist mir meine Zeit zu schade. Ich denke, es wird klar, was hier läuft. Im übrigen wurde - der Statistik folgend - im 3. Beitrag Godwin's Law erfüllt und die Nazikeule ausgepackt.

Das alles mit Toleranz und Akzeptanz mag sich ein wenig wie begriffliche Kleinkrämerei lesen, hat aber durchaus einen ernsten Hintergrund (wie man an den obigen Bildern sieht). Diejenigen, die nämlich die Transformation der Gesellschaft durchführen, arbeiten mit solchen Redefinitionen sprachlicher Merkmale besonders gern. Sie benutzen Begriffe, die geläufig sind und verpassen ihnen durch stete Wiederholung eine neue Bedeutung. So werden Meinungen, Überzeugungen und schlussendlich sogar Weltbilder kreiert.

Das World Economic Forum hat sich für diesen Schritt eine bestimmte Gruppe von jungen Menschen ausgesucht, die in der sogenannten GLOBAL SHAPERS COMMUNITY bis zum Erreichen des 30. Lebensjahres auf ihre Aufgabe, eine neue Welt zu kreieren, vorbereitet werden.

Einige Gedanken dazu habe ich in einem extra Artikel zusammengefasst:
https://der-stoerenfried.de/denk-anstoss/42-die-global-shapers-community-fluch-oder-segen

Diese Global Shapers ("weltweite Former") werden zur Zeit mit den Weihungen der maximum diversity geimpft, um dann, wenn im Januar 2021 der sogenannte GREAT RESET öffentlich vorgestellt wird, als Funktionäre in die schöne neue Welt enlassen werden, um die Gesellschaft zu transformieren. Sie werden NICHT als Vertreter ihrer eigenen, freien Weltsicht auftreten, sondern sie werden Sprechpuppen einer billionenschweren Finanzmacht sein, die sich nicht von ein paar Traumtänzern die Weltmärkte kaputtmachen lässt. Um diese Ziele der NEUEN WELTORDNUNG umsetzen zu können, braucht es eben mehr als nur TOLERANZ für die neuen Werte, es braucht bedingungslose AKZEPTANZ und den GEHORSAM, in Form von Fügsamkeit und Folgsamkeit.

Diese vorstehend beschriebenen Dinge sind keine Fantasieprodukte, sondern sie werden von den Architekten des Great Reset ganz unverblümt auf ihren Netzpräsenzen kommuniziert. Wer das nicht glauben kann, der möge sich beim WEF bitte einmal die Strategic Intelligence Map ansehen.

All die jungen Menschen, die in ihrer neu gewonnenen Scheinfreiheit nun frohlocken und sich darüber freuen, dass ihre Besonderheiten endlich gesellschaftliche und vor allem medienrelevante Beachtung finden, werden eines Tages feststellen, wie sehr sie um ebendiese Freiheit betrogen wurden. Aber bis dahin rollt der "Ich-bin-anders-Choo-Choo-Train" eben noch. Unsere Gesellschaft wird unaufhaltsam TRANS-formiert. Das ist definitiv das Modewort 2021, Ende Januar wird auch jede*r*s wissen, warum.

Das UKE in Hamburg hat jetzt eine "Spezialambulanz für Sexuelle Gesundheit und Transgender-Versorgung" eröffnet. Dort kann dann jede*r*s die Trans-Wehwehchen behandeln lassen. Wie hübsch. Haben die TRANS* denn eine andere Physiognomie als die StiNos? Das Bild vom Werbeflyer zeigt ja auch, wie unglaublich sheeeesh! TransHealth ist. Und ich finde es total tolerant, dass das binär strukturierte Datennetz (und der Bundesinnovationsausschuss) die non-binären Enby-Agenders so fördert. Auf einem bunten Flyer sieht das dann so aus (Montage):

UKE Flyer

Ich finde es ja grundsätzlich nicht schlecht, wenn in Zeiten der sparsamkeitsbedingten Klinikschließungen auch neue medizinische Wege gegangen werden. Da es sich hier jedoch nicht um eine fachärztliche Praxis handelt, fragt man sich als jemand, der drei Monate auf einen Termin beim Orthopäden wartet, wozu das gut sein soll? Als ich das oben gezeigte Bild bei Facebook postete, entwickelte sich ein längerer Kommentarthread, den ich exemplarisch hier einmal in Auszügen wiedergeben möchte, weil er ganz gut zeigt, dass die von der Thematik betroffenen Menschen im Grunde keinen blassen Schimmer haben, für was sie da mit ihren persönlichen Bedürfnissen verheizt werden. (Man möge mir meine etwas flapsige Sprache in dem Thread nachsehen, aber wer die Texte liest, versteht vielleicht den Grund dafür).

Facebook Thread

Da wird - um der eigenen Aussage Gewicht zu verleihen und Zugehörigkeit zu demonstrieren - unter Abgabe zahlreicher Neusprech-Hashtags gebetsmühlenartig betont, wie "benachteiligt" man doch sei, weil man im "binären" Gendersystem sich nicht platzieren könne. Ich denke, "benachteiligt" ist man als x-gender wohl eher im Iran oder in ähnlich weltoffenen Gesellschaften. Das Bild oben allein reicht im Grunde schon aus, um das Unwissen der kommentierenden Person darzustellen. Wir hatten noch nie ein "binäres" Geschlechtsystem, ja nicht einmal wirklich ein "duales", sondern stets ein "multilaterales". Das "gefühlte" Gendersystem ist ja dem organischen Zustand nachempfunden (männlich/weiblich/zwitter/transmorph) und wurde mit einer Art von "gefühlten Graustufen" um zahlreiche Begrifflichkeiten erweitert. Ein "Entweder-Oder" gab es nie wirklich, denn es existierten schon immer ein "Sowohl-Alsauch" und ein "Malso-Malso". Der Versuch, die vorherigen Generationen nun auf ein herbeigeredetes "binäres" System festzunageln, folgt billigen Rhetorikvorgaben und erneuter Begriffsredefinition der Rädelsführer der Diversitätsreligion. So wird "binär" zum Kampfbegriff hochstilisiert, obwohl er völlig unzutreffend ist.

"Wollt ihr die totale Diversität?" hört man sie förmlich von den Tribünen rufen, wenn sie ihre Kundgebungen für ethnische und sexuelle Wahlfreiheit abhalten, und nicht selten folgen die jungen Adressaten dieser Heilsbotschaft ohne jedes Hinterfragen. Das ist jetzt aber auch nicht wirklich ein neues Massenverhalten. Wer wissen will, wie so etwas funktioniert oder wie man so etwas initiiert, dem seien die Schriften von Wilhelm Reich und Edward Bernays über sexuelle Mindsettransformation, Massenpsychologie und Propaganda empfohlen:

Wilhelm Reich:
1) Der sexuelle Kampf der Jugend (ab S.98). Verlag für Sexualpolitik, 1932, DNB 1027879519.
2) Massenpsychologie des Faschismus, 1933, neu aufgelegt: 2020 von Andreas Peglau.

Edward Bernays:
Propaganda. Horace Liveright, New York 1928. Neuauflage: Ig Publishing, Brooklyn N.Y. 2005, ISBN 0-9703125-9-8; deutsche Erstausgabe: übersetzt von Patrick Schnur. orange-press, Freiburg im Breisgau 2007, ISBN 978-3-936086-35-5.

Und wie immer im fast richtigen Leben schießt das Land der ungebrenzten Idiotie in Sachen Genderwahn natürlich mal wieder den Vogel ab. In den United States of Abomination ist forciertes Transgender ein riesiger Hype, dem die Jugend zunehmend erliegt. Die amerikanische Journalistin Abigail Shrier widmet sich in ihrem neuen Buch "Irreversible Damage" den Mechanismen, die junge Mädchen ohne jede Notwendigkeit zum operativen Geschlechterwechsel verführen.

Buchcover

Der bekannte Sexologe Dr. Ray Blanchard sagte zu Shrier: "Ich kann mir keinen Medizinzweig außerhalb der kosmetischen Chirurgie vorstellen, in dem der Patient die Diagnose stellt und die Behandlung verschreibt."
Quelle: https://deutsch.rt.com/meinung/105164-verstummelte-leben-wie-radikale-transgender/

Das trifft es im Kern. Da findet Verführung statt. Es ist "in", irgendwie "trans" zu sein, damit outet man sich nebenbei nämlich als fortschrittlicher, in die Zukuft schauender und toleranter Mensch, der das Anderssein jedes Einzelnen akzeptiert hat. Da schließt sich der Kreis der Wortverdreher, die eine ganze Generation zu kapern versuchen, um sie als willfährige Erfüllungsgehilfen ihrer Großreichfantasien zu missbrauchen.

Ihre Handlanger sind die undurchsichtigen "Queer"-Organisationen, die an den Schulen auftauchen und in Abwesenheit pädagogisch geschulter Kräfte die Kinder bereits im frühen Alter dazu anleiten, wie man anders ist. Sie bilden die erste Welle, die sich dann später im Internet zu einem emotionalen Tsunami auftürmt, wenn die Kids im sozialen Netzwerk und bei Jugendorganisationen auf gedrillte Global Shapers treffen, die ihnen beibringen, dass alle, die diese neue Selbstdarstellungsform nicht bedingungslos akzeptieren, DIE ANDEREN sind, deren veraltetes Gedankengut man auslöschen muss. Dann heißt es: Familie=Lebensabschnittsgemeinschaft / Toleranz=Akzeptanz / Eltern=Aufsichtspersonen / Geschlecht=Augenblicksgefühl / Heimat=Lebensumgebung / Tradition=Usus / Nation=Weltgemeinschaft

Willkommen in der Föderation der Vereinten Planeten. Live long and prosper

Wenn im Januar das World Economic Forum uns allen eröffnet, wie unsere neue Welt auszusehen hat und sich wie geplant die "Global Multistakeholder" mit der "Global Shapers Community" in der "digitalen Transformation" im "4. Industriezeitalter" zum Zwecke der "globalen Wertschöpfung" verbinden, werden all die vielen Transpersonen erleichtert aufatmen und ihrer unbändigen Freude darüber Ausdruck verleihen, dass sie es nun endlich geschafft haben, als das akzeptiert zu werden, was sie wirklich sind: Eine beliebig formbare Masse an durchschnittlichem Humankapital, das nach der Pfeife der bunt geschminkten Rattenfänger tanzt und sich lenken lässt, wie eine träge Flüssigkeit.

Cui bono?

Otto Herman Kahn

 


Zum Thema AKZEPTANZ und TOLERANZ ein Gastkommentar des Bloggers NEIDTHARD KUPFER (www.mentopia.net)

In Debatten zu den Themen Diversität und Gender-Identität fällt mir immer wieder auf, dass die Verfechter der Diversität - "bunt ist meine Farbe" - die Begriffe hin und her schieben, wobei oft nicht zu unterscheiden ist, ob das mangelnder Sachkenntnis oder vermeintlich "argumentativer" Opportunität geschuldet. ist. Da wären zunächst die Begriffe Toleranz und Akzeptanz, die gerne synonym verwendet werden. Den Äußerungen der Befürworter von Diversity und Gender Equality im heute "korrekterweise" verstandenen Sinne ist in aller Regel zu entnehmen, dass ihnen der signifikante, weil kategorische Unterschied zwischen Toleranz und Akzeptanz nicht bewusst ist - oder dass sie ihn leugnen.


Seit dem ersten überlieferten Toleranzedikt, nämlich dem des persischen Königs Kyros II., der im Jahr 538 v. Chr. mit diesem Edikt den Israeliten die Heimkehr aus dem babylonischen Exil gestattete, ist Toleranz ein Gebot gesamtgesellschaftlichen Handelns. Toleranzgebote wurden und werden oft auch sanktioniert. Deshalb wurde der seinerzeit sehr bekannte Theologe und Kirchenlieddichter Paul Gerhardt aus seiner Anstellung entlassen und musste Berlin verlassen, weil er sich weigerte, das Toleranzedikt des Brandenburgischen Kurfürsten Friedrich Wilhelm I. vom 16.09.1664 anzuerkennen. Die wohl schönste resp. poetischste Variante stammt von Friedrich II. von Preußen, der am 22.06.1740 als Antwort auf eine Anfrage bzgl. der Schließung der römisch-katholischen Schulen in Preußen schrieb: "Die Religionen Müßen alle Tolleriret werden und Mus der fiscal nuhr das auge darauf haben das keine der anderen abruch Tuhe, den hier mus ein jeder nach Seiner Faßon Selich werden". Man kann eine Religion, eine Weltanschauung resp. deren Anhänger, Vorlieben, Identitäten usw. ablehnen, verachten oder gar hassen - aber jede und jeder hat sie zu tolerieren im Sinne Kants, nämlich in Ermangelung anderer vernünftiger, weil den sozialen Frieden wahrender Möglichkeiten - "das keine der anderen abruch Tuhe". Wir können getrost davon ausgehen, dass Friedrich der Große ganz bewusst schrieb, "hier MUSS ein jeder nach seiner Fasson selig werden" und nicht "darf ... selig werden".

 Friedrich Zitat

Genau hier liegt der der kategorische Unterschied zur Akzeptanz als gutheißendes, befürwortendes, anerkennendes Annehmen. Toleranz ist ein über die Jahrtausende gewachsener - wenn auch hin und wieder brüchiger - gesellschaftlicher Konsens insbesondere der westlichen Gesellschaften in der griechisch-römischen Philosophie- und Rechtstradition und steht damit im sozialen Kontext. Akzeptanz hingegen ist ausschließlich auf der individuellen Ebene angesiedelt, die in Mode gekommene Rede von "gesellschaftlicher Akzeptanz" ist ideologisch induzierter Unsinn. Akzeptanz ist abhängig von der individuellen Lebenswelt und den daraus resultierenden Erfahrungen sowie vom persönlichen Verhältnis der Akzeptanten - der Akzeptanzgeber und -empfänger - zueinander. Deshalb ist es nicht nur möglich, sondern Alltag, dass Menschen bei bekannten, befreundeten oder verwandten Menschen etwas akzeptieren, das sie bei fremden Mensch nicht akzeptieren und hin und wieder nicht einmal tolerieren. Zum Beispiel kann ein Mensch akzeptieren, dass sein Freund evangelikaler Christ ist, kann aber zugleich den muslimischen Nachbarn nicht akzeptieren. So kann ein Mensch akzeptieren, dass ein guter Bekannter mit seinen Freunden von der Antifa hin und wieder in Leipzig, Berlin oder HH ganze Stadtviertel zerlegt, duldet zugleich aber lautstark im Duett mit Grönemeyer keinen Millimeter nach rechts. Aber was definitiv nicht geht - man kann Akzeptanz nicht einfordern oder gar erzwingen, jedenfalls nicht vernünftigerweise. Mit dem Versuch erreicht man im "besten" Fall Heuchelei bei der freilich nicht kleinen Schar der Opportunisten.


Ein weiterer Punkt betrifft den heute üblicherweise von den Kämpfern - sorry, Kämpfer*innen für Diversity und Gender Equality verwendete Begriff Binarität zur Kennzeichnung des tradierten Verhältnisses der Geschlechter. Menschen sind nicht binär, auch ihre Geschlechtlichkeit nicht, denn sie sind keine Nullen und Einsen. Eine Definition der Binarität in ihrem ganzen Irrwitz habe ich auf der Webseite des TransInterQueer e.V. gefunden - und so verwenden die Verfechter der Diversität den Begriff auch: "Binär bedeutet, dass etwas in genau zwei sich gegenseitig ausschließenden Gegensätzen gedacht wird. Also dass es Geschlecht nur entweder als männlich oder weiblich gibt, und jeweils das eine das Gegenteil des anderen darstellt."


Kein Mensch, der noch alle Latten am Zaun hat, denkt so und dies seitens der Diversitätsverfechter anderen, von denen sie sich "nur" toleriert, aber nicht hinreichend akzeptiert fühlen (wobei sie sich anmaßen zu entscheiden, was hinreichend genug ist) per se und in toto als Denken zu unterstellen, ist perfide. Darüber hinaus wird auch hier wieder wüst mit den Begriffen jongliert. Der Mensch ist - auch wenn Gläubige das anders sehen - ein biologisches Wesen und das am weitesten entwickelte Säugetier. Als solches hat er - wie alle anderen Arten in Flora und Fauna auch - eine evolutionäre "Aufgabe", nämlich seine Art zu reproduzieren, sich (als Säugetier) qua Natalität zu vervielfältigen. Allerdings hat der Mensch die Freiheit, die Annahme dieser "Aufgabe" bis hin zur Verweigerung selbst zu entscheiden, was idealerweise eine Entscheidung des Willens sein sollte. In diesem evolutionären Kontext gibt es exakt zwei Geschlechter, die aber keine Binarität darstellen, sondern eine Dualität im Sinne eines zwar verschiedenen, aber nicht gegensätzlichen, sondern sich im evolutionären Kontext ergänzenden Paares. Nun ist der Mensch als am weitesten entwickelte Spezies und im Zuge der Menschheitsgeschichte ein individuelles Wesen geworden, weswegen er nicht nur ein biologisches Geschlecht hat, sondern auch eine soziale Identität, welche die sexuelle Identität einschließt. Hier sind die Grenzen fließend - und das war schon immer und allen Kulturen so, mal mehr, mal weniger toleriert, wobei die von den abrahamitischen Religionen dominierten Regionen die intolerantesten waren und in Teilen noch immer sind. Die sexuelle Identität kann sich in der Dualität der biologischen Geschlechtlichkeit bewegen und tut es bei der Mehrzahl der Menschen auch. Sie muss es aber nicht und kann sich zwischen den beiden Teilen bewegen. Das ist eine Frage diverser und komplexer Entwicklungen von der frühkindlichen Prägung bis ins fortgeschrittene Alter, das en detail zu erörtern, führte hier zu weit. Tatsache ist, dass der Begriff Identität vom spätlateinischen identitas stammt, was Wesenseinheit bedeutet. Exakt das sollte unter Identität verstanden werden, nämlich die individuelle, in sich ruhende Einheit mit dem eigenen Wesen resp. der eigenen Wesensart als (nach Wikipedia) Gesamtheit der Eigentümlichkeiten, die ein Individuum von anderen unterscheiden. Das bedeutet einerseits, dass man Identität nicht geschenkt bekommt, die muss man sich erarbeiten, gelegentlich auch erkämpfen. Das bedeutet andererseits, dass Identität primär unabhängig von der Akzeptanz Dritter ist. Wer seine Identität doch von der Anerkennung anderer abhängig macht oder sie von fehlender Akzeptanz beeinträchtigt sieht, hat in der Tat ein Identitätsproblem, das aber ausschließlich seines ist und nicht das anderer Menschen und das lässt sich nicht dadurch lösen, dass man seine Identität auf Fahnen und Transparente malt und damit durch die Straßen latscht.
BTW - #AllLivesMatter

Quelle TransInterQueer e.V.:
http://www.meingeschlecht.de/mcm_glossary/binaritaet-binaer/
Bildquelle (Public Domain):
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Friedrich_II_Zitate.jpg

 

 

 

 

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